Öl punktgenau dosieren

Automatisches Befetten bei der Produktion von Gasfedern

Gasfedern zählen zu den hydropneumatischen Verstellelementen und werden zur leichteren Bedienung von Klappen und schweren Gegenständen eingesetzt. Sie bestehen aus einem Zylinder mit frei beweglichem Kolben. Ihre Vorteile gegenüber rein mechanischen Verstellelementen ist eine vom Federweg unabhängige Kraft, die über den Fülldruck des Stickstoffs festgelegt werden kann sowie der geringe Platzbedarf. Mit einer Produktion von 120 Millionen Gasfedern pro Jahr steht das Unternehmen STABILUS in Koblenz weltweit an erster Stelle. Eine solche Stückzahl ist eine Herausforderung, auch für die hier eingesetzten Dosieranlagen von DOPAG.

DOPAG Dosierventile im Einsatz
Die zur automatischen Befettung der Kolbenstange eingesetzten Nadeldosierventile sind stufenlos einstellbar und arbeiten nach dem volumetrischen Prinzip. Sie werden für Volumen von 0,001 bis 3,0 cm³ angeboten und erlauben eine exakt reproduzierbare Dosiermenge. Eine weitere Maßnahme zur Reibungsminimierung in der Gasfeder erfolgt über die Applikation von einem Tropfen Öl zwischen die Doppeldichtung im Druckrohr. Hier werden Kammerdosierventile mit Rücksaugeffekt eingesetzt. Diese Technik verhindert ein ungewolltes Nachtropfen des Materials und damit eine Verschmutzung der übrigen Bauteile und Komponenten. Auch sie sind mit unterschiedlichen Volumen von 0,05 bis 100 cm³ erhältlich.

Bei diesen Ventilen erfolgt die Dosierung nicht über einen Pneumatikzylinder, sondern über den Druck, den die Materialzuführung ausübt. Dies hat den Vorteil, dass der Weg nur dann frei gegeben wird, wenn ausreichend Material zur Verfügung steht - eine fehlerhafte Minderbefüllung ist also nicht möglich. Bevor die Gasfeder im letzten Produktionsschritt mit Stickstoff befüllt und verschlossen wird, erfolgt die Ölfüllung in das noch offene Druckrohr.

Der materialführende Teil des hier eingesetzten Auslassventils kann schnell und einfach durchgespült werden, da je nach Gasfedertyp unterschiedliche Öle eingefüllt werden. Hier genügt ein einmaliger Spülgang mit dem neuen Öl, ohne dass die Anlage umgebaut werden muss. Die Steuerung erfolgt über einen MR20 Dosierrechner.

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